1. Juli 2013
Kinder brauchen verlässliche Bindungen und die sind nicht abhängig von einer klassischen Ehe.
Das meint der Soziologe Hans Bertram von der Humboldt-Universität Berlin im Deutschlandradio Kultur. Er erklärt, was derzeit geschieht: Durch die Diskussion um die gleichgeschlechtliche Ehe gebe es einen Prozess der Umdeutung, der viele Menschen Schwierigkeiten mache. Früher sei bei der Ehe immer der Aspekt der Reproduktion zentral gewesen. Heute verlagere sich das ganze auf die gegenseitige Fürsorge. Und zwar eine Fürsorge, die so verbindlich sei, dass man sie nicht einfach aufgeben könne. Dabei sei es dann egal, welches Geschlecht die Ehepartner hätten.
Prinzipiell hält Bertram die Auseinandersetzungen zu dem Thema für richtig. Es werde in Zukunft immer wieder solche Diskussionen geben. Schließlich sei es in einer Gesellschaft wichtig, dass sich die Menschen darüber vergewisserten, wie sie eigentlich ihr Leben führen wollen.
Das Interview mit Hans Betram Auf Deutschlandradio Kultur.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)