1. Juli 2013
Viele Beschwerden, aber wenig Widerspruch.
So könnte man das Verhalten der meisten Patienten in Deutschland beschreiben. Bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland gingen zwischen April 2012 und März 2013 mehr als 14.000 Beschwerden ein. Dabei ging es in jeder dritten Beschwerde um die Rechte des Patienten, wie zum Beispiel seine Krankenunterlagen einzusehen. Vor allem niedergelassene Ärzte und gesetzliche Krankenkassen wurden von den Versicherten kritisiert. Die meisten Betroffenen verzichteten allerdings auf einen Widerspruch - beispielsweise gegen einen Ablehnungsbescheid der Krankenkasse. Geschäftsführer der Beratungsstelle, Sebastian Schmidt-Kaehler, sagt, dass viele Patienten das Gefühl hätten, dass ihnen nicht auf Augenhöhe begegnet werde. Dabei sei der Aufklärungsbedarf enorm. Zudem wüssten viele nicht, welche Krankenkassenleistungen ihnen zustehen. Seit 2006 berät die Unabhängige Patientenberatung Deutschland die Bürger kostenfrei zu allen gesundheitsrechtlichen Fragen. Bundesweit gibt es 21 Beratungsstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)