2. Juli 2013

US-Gericht: Yoga in der Schule ist kein Religionsunterricht

Für viele Menschen ist Yoga schon fast eine Religion.

Es hat aber dann doch nicht so viel mit Religion zu tun, dass es an einer Schule in Kalifornien nicht unterrichtet werden darf. Das hat ein Richter in dem US-Bundesstaat entschieden. Einige Grundschulen nördlich von San Diego bieten seit zwei Jahren Yoga an. Ungefähr 45 Schüler wurden von ihren Eltern aus dem Unterricht genommen, einige von ihnen haben geklagt. Sie meinen, dass durch den Yogaunterricht östliche Religionen gefördert werden. Das verstößt ihrer Meinung nach gegen den ersten Zusatz der US-Verfassung, wonach Staat und Religion strikt getrennt werden müssen.

Der Richter erklärte dazu, Yoga habe zwar seine Wurzeln in der hinduistischen Philosophie. Inzwischen werde es aber in der säkularisierten US-Gesellschaft von so vielen Menschen praktiziert, dass man es auch als amerikanisches Kulturphänomen bezeichnen könne. Die Eltern überlegen jetzt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)