2. Juli 2013
El Niño ist nicht nur bei Fischern gefürchtet:
Das alle paar Jahre auftretende Klimaphänomen führt dazu, dass ein Teil des Pazifiks wärmer und ein anderer kälter wird. Dadurch gibt es in Südamerika viel Regen und Überschwemmungen, in Australien Dürren. Außerdem bleiben Fischströme aus. Jetzt gibt es eine neue Methode, um das Phänomen früher und besser vorherzusagen. Entwickelt hat sie ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.
Die Wissenschaftler nutzten Daten von mehr als 200 Messpunkten im Pazifik, die es schon seit den 50er Jahren gibt. Sie werteten unter anderem Lufttemperaturen aus und entdeckten dabei neue Zusammenhänge und bisher nicht erkannte Fernwirkungen. Diese seien bereits im Jahr vor dem Auftreten von El Niño erkennbar. Bisher konnte frühestens ein halbes Jahr vorher gewarnt werden. Die früheren Vorhersagen sind laut den Forschern wichtig, damit sich die Menschen besser auf die Auswirkungen vorbereiten können.
Die Methode wird im Fachmagazin "PNAS" vorgestellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)