2. Juli 2013
In muslimisch geprägten Ländern wird deutlich weniger in Artenschutz investiert als in anderen Ländern.
Das zeigt eine Studie aus den USA. Aus den Zahlen der Unis von Michigan und Georgia geht hervor, dass internationale Geldgeber nicht unbedingt dort helfen, wo der Bedarf am größten ist. Zu den besonders unterfinanzierten Ländern in Sachen Artenschutz gehören Malaysia und Indonesien, in beiden gibt es eine extrem große Artenvielfalt. In islamische Länder fließen laut der Studie nur etwa halb so viele Gelder wie in andere Staaten.
Die Entdeckung machten die Forscher eher zufällig, als sie untersuchten, wo besonders wenig für den Artenschutz getan wird. Eine Erklärung dafür haben sie nicht, und sie betonen in der Fachzeitschrift PNAS, dass sie keinen Beweis dafür haben, dass die Geldgeber das bewusst taten. Trotzdem wollten sie den Fakt aufzeigen, damit die Geber wie Stiftungen oder Regierungen ihre Entscheidungen überprüfen können.
Zu einem Abstract des Artikels in "PNAS" geht es hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)