2. Juli 2013

ZEW-Forscher Bonin kritisiert in der "taz" Umgang des Familienministeriums mit Studiendaten

Wissenschaftliche Erkenntnisse kann man so oder so auslegen.

Diese Erfahrung machen gerade Forscher, die die Familienpolitik in Deutschland evaluiert haben. Darunter ist auch Holger Bonin vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Er sagte der "taz", Bundesfamilienministerin Kristina Schröder interpretiere das Ehegattensplitting als Beitrag zur Wahlfreiheit, ob einer oder beide Partner arbeiten gehen. Ihm sei aber unklar, wie die Ergebnisse der Studie diesen Schluss nahelegen sollten. Untersucht haben die Wissenschaftler laut Bonin, ob das Ehegattensplitting die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert. Dem wirke es eher entgegen.

Kritik am Umgang des Ministeriums mit den Studienergebnissen hatten auch schon andere Wissenschaftler im "Spiegel" geäußert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)