2. Juli 2013
Windpockenimpfung - ja oder nein?
Wer selbst nicht geimpft ist, sollte sein Kind die meist harmlose Krankheit vielleicht lieber durchmachen lassen. Denn wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, riskieren Erwachsene ansonsten, an Gürtelrose zu erkranken.
Der Zusammenhang ist ein bisschen kompliziert zu erklären: Wer als Kind Windpocken hatte, trägt das Virus auch als Erwachsener noch in sich. Bei jedem Kontakt mit einem an Windpocken erkrankten Kind wird die körpereigene Abwehr angeregt. So wird das erneute Ausbrechen verhindert, was im Erwachsenenalter nicht zu Windpocken, sondern eben zu Gürtelrose führen würde. Es entsteht also ein gewisser natürlicher Schutz vor Gürtelrose.
Wenn aber irgendwann alle Kinder gegen Windpocken geimpft sind, gibt es keine echten Windpockenviren mehr. Folglich dürften in Zukunft mehr nicht-geimpfte Erwachsene Gürtelrose bekommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)