2. Juli 2013

Selbstbewusstsein von Teenagern hängt mit Hirnreaktionen zusammen

Teenager machen sich bekanntlich ganz schön viele Gedanken darum, was andere von ihnen denken.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Harvard wollte wissen, woran das liegt. Deshalb baten sie 69 Probanden im Alter von acht bis 23 Jahren ins Labor, um emotionale, physiologische und neurologische Reaktionen auf soziale Bewertung zu untersuchen. Dafür setzten sie die Jugendlichen in einen Magnetresonanztomographen und behaupteten, darin sei eine Kamera angebracht. Die Forscher sagten den Testpersonen, das aufgenommene Video werde einer gleichaltrigen und gleichgeschlechtlichen Person gezeigt. Außerdem wurde ihnen angezeigt, wann die Kamera lief und wann nicht.

Tatsächlich zeigten die MRT-Aufnahmen eine gesteigerte funktionale Aktivität in bestimmten Hirnbereichen , wenn den Probanden angezeigt wurde, dass die Kamera an ist. Offensichtlich hängt also das Selbstbewusstsein im Teenageralter stark mit spezifischen Hirnreaktionen zusammen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)