2. Juli 2013

Blumen als Grabschmuck gab es schon vor 12.000 Jahren

Blumen dienten offenbar schon vor mehr als 12.000 Jahren als Grabschmuck.

Im Fachmagazin "Proceedings" der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den USA schreiben Forscher der Uni Haifa das hätten ihre Untersuchungen in Israel gezeigt. Sie untersuchten Gräber aus der sogenannten Natufien-Kultur. Die Angehörigen dieser Kultur legten den Autoren zufolge in der Region erstmals Friedhöfe an. Auf einem dieser Friedhöfe wurden jetzt mehrere Gräber genauer untersucht, die zwischen 13.700 bis 11.700 Jahre alt sind.

Bei ihren Ausgrabungen entdeckten die Wissenschaftler viele Abdrücke von Blumen, darunter von Salbei und verschiedenen Minzsorten. Die Forscher fanden diese Pflanzen-Abdrücke aber nur in den Gräbern, nirgendwo sonst in der untersuchten Höhle. Auch chemische Ablagerungen von Pflanzen konnten in den Gräbern noch identifiziert werden.

Die Forscher vermuten, die Nutzung von Blumen bei sozialen Anlässen wie einer Beerdigung könnte ein Mittel gewesen sein, um die Gruppenidentität und die Solidarität untereinander zu stärken und soziale Spannungen zu reduzieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)