2. Juli 2013

Bald Impf-Pflicht gegen Masern?

Impfen oder nicht impfen - diese Frage beschäftigt viele Eltern.

Jetzt hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eine Impf-Pflicht ins Gespräch gebracht. In den vergangenen sechs Monaten gab es bundesweit bereits mehr als 900 Masernfälle. Im Juni war ein 14-Jähriger an den Spätfolgen des Virus gestorben. Masern sind ein hoch ansteckender Virus, der durch Tröpfchen übertragen wird. Man kann sich also beim Niesen, Husten oder Sprechen anstecken. Masern können Hirnhaut- oder Lungenentzündungen auslösen. Im Durchschnitt verläuft eine von 1.000 Erkrankungen tödlich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, jedes Kind bis zum zweiten Lebensjahr zwei Mal gegen Masern zu impfen. Die WHO hatte eigentlich das Ziel ausgegeben, die Masern bis 2010 in Europa zu eliminieren. Dafür sei eine Impfquote von 95 Prozent notwendig. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, sind die Quoten laut der Organisation bislang allerdings nicht hoch genug. 2011 waren 92 Prozent der Schulanfänger in Deutschland zweimal geimpft. Die WHO will jetzt bis 2015 die Masern in Europa ausrotten. Das Ziel erreicht haben schon die skandinavischen Länder und die USA.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)