3. Juli 2013

Sonar-Signale der Kriegsmarine stören Wale bei der Nahrungssuche

Akustische Signale im Ozean verderben ihnen offenbar den Appetit.

Meeresbiologen berichten in zwei Fachzeitschriften über neue Erkenntnisse zur Futtersuche von Walen. In einer Studie liefern die Wissenschaftler Beweise dafür, dass militärische Sonar-Signale das Verhalten der Tiere beeinflussen und so möglicherweise das Risiko erhöht wird, dass sie stranden. Für ihr Experiment statteten die Forscher Cuvier-Schnabelwale und Blauwale mit einem Messinstrument aus. Das registrierte zum Beispiel, wie laut ein ankommendes Signal war und in welcher Wassertiefe sich die Wale gerade befanden. Ergebnis: Ertönte das Signal, unterbrachen viele der Tiere für eine ganze Weile die Nahrungssuche, schwammen weg und tauchten ungewöhnlich lange unter.

Das führte den Meeresbiologen zufolge dazu, dass die Wale sich mehr bewegten, gleichzeitig aber weniger Futter zu sich nahmen. Nach Ansicht der Forscher kann es sein, dass die Tiere dadurch weniger fit sind und so eher stranden.

Die Fachartikelnummer zu dem Artikel über die Cuvier-Schnabelwale: DOI: 10.1098/rsbl.2013.0223 und die Nummer zum Artikel über die Blauwale DOI: 10.1098/rspb.2013.0657.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)