3. Juli 2013
"Ihr Mörder, ihr verfluchten Mörder".
Diese Aussage wird dem Rennradfahrer Octave Lapine zugeschrieben, als er im Juli 1910 in den französischen Pyrenäen den 1.700 Meter hohen Pass am "Col d'Aubisque" überquerte. Der Fluch galt den damaligen Organisatoren der Tour de France. Sie hatten erstmals einen Hochgebirgspaß in das Rennen eingeplant und damit die Fahrer an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Mit den Bergetappen kamen auch leistungssteigernde Substanzen. 1924 wurde erstmals über Doping bei der Tour de France berichtet. Lange dauerte es, bis der Radsport-Weltverband darauf reagierte. Erst 1966 legte die Organisation eine Anti-Doping-Regel und Kontrollen fest. Sauber wurde der Rennradsport dadurch trotzdem nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)