3. Juli 2013

Zunehmender Isolationismus in den USA?

Immer mehr US-Amerikaner wollen, dass sich ihre Regierung aus internationalen Angelegenheiten raushält.

In der Fachzeitschrift "Orbis: A Journal of World Affairs" schreibt der Historiker Christopher McKnight Nichols, dass mittlerweile mehr Menschen so denken als zu Zeiten des Vietnamkrieges. So lehnten laut Umfragen derzeit 70 Prozent der US-Amerikaner weitere Bemühungen der USA ab, sich in Konflikte außerhalb des Landes militärisch einzuschalten oder Demokratie in anderen Ländern zu fördern. In seinem Aufsatz vertritt der Forscher die Ansicht, dass sich die derzeitige Ablehnung in eine Tradition der US-Politik einreihe. Es habe regelmäßig auch eine Politik der Isolation gegeben - und zwar immer dann, wenn sich die USA vorher international besonders enagiert hätten. Das sei auch jetzt der Fall nach dem Eingreifen im Irak und Afghanistan.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)