3. Juli 2013

Nächtlicher Fluglärm schadet Blutgefäßen

Dass Fluglärm dem Menschen schadet, ist bekannt.

Forscher aus Deutschland und den USA wollten nun genau wissen, was im Körper passiert, wenn Menschen dem Lärm ausgesetzt sind. Dafür haben sie 75 Probanden in drei Gruppen geteilt und sie in der Nacht mit Fluggeräuschen beschallt. Eine Gruppe bekam 30 simulierte Flugzeug-Überflüge pro Nacht, die zweite 60, die dritte durfte ruhig schlafen. Das Ergebnis der Untersuchungen: Die durch Lärm gestressten Probanden schütteten das Hormon Adrenalin aus. Das beeinträchtigt den Forschern zufolge die Gefäßfunktion und führt damit zu Bluthochdruck. Und: Der Körper gewöhne sich nicht an den Lärm - im Gegenteil: Steigere man die Anzahl der Lärmbelästigungen gehe es den Patienten nicht irgendwann besser, sondern eher schlechter.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin "European Heart Journal" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)