3. Juli 2013

Bespitzelung in Neuseeland: Kim Dotcom kritisiert Geheimdienst

Auch in Neuseeland gibt es Ärger wegen Bespitzelungen - und zwar im Fall des deutschen Internet-Unternehmers Kim Dotcom.

Der 39-Jährige sagte heute vor dem Geheimdienstausschuss des Parlaments aus. Der neuseeländische Geheimdienst hatte den Unternehmer vor dessen Festnahme vor rund anderthalb Jahren bespitzelt und dabei unter anderem Telefongespräche überwacht. Das war nach der aktuellen Rechtslage illegal. Im Ausschuss bezeichnete der Unternehmer die Abhöraktion als "moralisch unvertretbar". Die neuseeländische Regierung plant jetzt eine Gesetzesänderung, um die Befugnisse des Geheimdienstes auszuweiten.

Der Gründer der Datenplattform Megaupload ist in den USA wegen schwerer Urheberrechtsverletzungen angeklagt. Dotcom wehrt sich dagegen, dass Neuseeland ihn ausliefert. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuß.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)