3. Juli 2013

Orang-Utans sind öfter am Boden als am Baum

Er gilt als Baumbewohner: Der Orang-Utan hat dafür lange starke Arme und kurze gebogene Beine.

Forscher aus Kanada haben jetzt allerdings herausgefunden, dass die Affen wohl mehr Zeit auf dem Boden verbringen als gedacht. Das Wissenschaftsmagazin New Scientist|http://www.newscientist.com/article/dn23803-treeloving-orangutans-hang-out-on-the-forest-floor.html?cmpid=RSS|NSNS|2012-GLOBAL berichtet über ein Experiment im Regenwald Borneos in Indonesien. Die Forscher hatten in einem großen Gebiet Kameras aufgestellt. Das Ergebnis: Die Kameras beobachteten öfter Orang-Utans am Boden als Makaken-Affen, die für ihr Leben auf dem Boden bekannt sind.

Die kanadischen Forscher haben unterschiedliche Theorien, warum die Orang-Utans die Baumkronen verlassen. Zum einen könnten sich die Affen damit schon an neue Lebensräume angepasst haben. Ihre Wälder sind durch Rodungen bedroht. Möglicherweise verbringen die Orang-Utans mehr Zeit auf dem Boden, um auch ohne Bäume auskommen zu können. Eine andere Idee ist, dass manche Wege für die Affen am Boden vielleicht kürzer sind als von Ast zu Ast.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)