4. Juli 2013

"Le Parisien": Strahlung nach französischen Atomtests viel schlimmer als gedacht

Französische Atomtests haben Polynesien in der Vergangenheit offenbar deutlich stärker verseucht als bisher bekannt.

Der französischen Zeitung "Le Parisien" liegen Dokumente des Verteidigungsministeriums vor. Darin steht, dass zum Beispiel Tahiti einer Strahlung ausgesetzt war, die 500-mal höher war als der Grenzwert. Auch auf der Touristeninsel Bora Bora sei die Strahlung gemessen worden.

Dem Bericht zufolge führte Frankreich in den 60er und 70er Jahren über 200 Atomtests durch, die meisten im Südpazifik, zum Beispiel beim Mururoa-Atoll. Die pilzartige Wolke darüber prägte sich als Bild ein.

Studien zufolge leidet die Bevölkerung Polynesiens seitdem verstärkt unter Schilddrüsenkrebs und Leukämie. "Le Parisien" zitiert den Autor der Studie mit den Worten, Tahiti sei 1974 "zwei Tage lang mit Plutonium geduscht" worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)