4. Juli 2013
Das Ausmaß der Katastrophe wurde bisher unterschätzt.
Ein Vulkanausbruch in Süditalien hat vor rund 40.000 Jahren das halbe Mittelmeergebiet mit Asche und Rauch überzogen - mit schlimmen ökologischen Folgen. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "PLOS ONE". Es hat unter anderem Asche-Ablagerungen untersucht, die in Rumänien an der Unteren Donau entdeckt wurden. Die Asche stamme eindeutig von dem Ausbruch in Italien und sei bis zu einem halben Meter aufgetürmt gewesen.
Die Forscher schreiben, dass die bisherigen Computermodelle zu dem Thema erheblich überarbeitet werden müssten. Die Vulkaneruption habe auch großen Einfluss darauf gehabt, wie sich die modernen Menschen ausgebreitet hätten. Alles deute darauf hin, dass sie manche Siedlungsplätze "für hunderte wenn nicht sogar tausende von Jahren verließen". Die Auswirkungen seien weit zu spüren gewesen - bis in die russische Tiefebene und nach Nordafrika. Durch die vulkanische Asche hätten sich die Lebensbedingungen weltweit verschärft: es sei zum Beispiel zu Atemwegserkrankungen, Vergiftungen und Missbildungen gekommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)