4. Juli 2013
Muttermilch könnte der neue Champagner in China werden.
Medien berichten dort, nicht nur Babys kämen in den Genuss, sondern auch Kranke und Reiche seien zunehmend daran interessiert. Agenturen vermittelten Ammen, die zahlende Kunden mit abgepumpter Milch versorgten - wer mag, könne aber auch direkt von der Brust trinken. Die Frauen verdienen damit laut den Berichten das Vierfache eines Durchschnittslohns.
In chinesischen Medien und im Netz wird jetzt Kritik am Modegetränk Muttermilch laut. Die Rede ist von "moralischem Verfall". Kritisiert wird auch, dass hübsche Ammen offenbar mehr Geld bekommen. Das grenze an Prostitution. Mütter stillen in China - wenn überhaupt - nur kurz. UNICEF zufolge sind die Ursachen dafür ein kurzer Mutterschutz und aggressive Werbung für Ersatzmilch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)