4. Juli 2013
Wenn man auf einen hohen Berg steigt, muss man sich akklimatisieren.
Das heißt, man muss eine Weile in der Höhe warten, bis der Körper sich daran gewöhnt hat, dass die Luft oben weniger Sauerstoff enthält. Manche Volksgruppen vertragen die dünne Luft aber besonders schlecht. Forscher der US-Uni Princeton haben das jetzt anhand von Dörfern in Tibet untersucht. Sie werteten Zensusdaten aus und ermittelten, dass Siedlungen mit einer Mehrheit von Han-Chinesen hauptsächlich niedriger als 3.000 Meter liegen, tibetische Dörfer dagegen höher als 5.000 Meter. In einem Fachblatt schreiben die Wissenschaftler, das liege weniger daran, wo sich die verschiedenen Volksgruppen historisch niedergelassen hätten, sondern an körperlichen Grenzen. Die Han-Chinesen litten viel eher an der Höhenkrankheit.
Laut den Forschern verstärkt dieser Unterschied die Trennung von Han-Chinesen und Tibetern noch und verhindert, dass sich beide Gruppen vermischen. Han-Chinesen machen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in China aus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)