5. Juli 2013

Anders als vermutet: Früher Ackerbau wurde an vielen Stellen "erfunden"

Es war eine Revolution, die sich da vor rund 10.000 Jahren abspielte.

Damals beschlossen die Menschen, sich niederzulassen und fingen an, Ackerbau zu betreiben. Wissenschaftler nennen diesen Wandel, der den Beginn der Jungsteinzeit markiert, denn auch "Neolithische Revolution".

Bisher hatte man gedacht, dass diese Entwicklung nur von einem einzigen Zentrum in Südwestasien ausging und sich von dort aus verbreitete. Stimmt nicht, schreiben Forscher jetzt im Fachmagazin "Science". Die Archäologen sehen jetzt eher einen Hinweis darauf, dass die Entwicklung an mehreren Orten der Region gleichzeitig begann. Bei Grabungen im Grenzgebiet zwischen Iran und Irak fanden sie Hinweise auf eine reiche und komplex organisierte Gesellschaft, dazu viele verschiedene Werkzeuge zur Verarbeitung von Getreide.

Solche Spuren waren vorher nur aus einem Gebiet in der heutigen Türkei bekannt. Die "Neolithische Revolution" muss also mehrere Usprünge gehabt haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)