5. Juli 2013

"Unislamischer Badeanzug": Iranerin beschwert sich, dass Behörden ihren Schwimmrekord nicht anerkennen

Acht Stunden schwimmen und dann war alles für die Katz?

Die Iranerin Elham Asghari wirft den Behörden ihres Landes vor, ihren Schwimmrekord im Kaspischen Meer nicht anzuerkennen. Grund dafür soll sein, dass sie angeblich einen "unislamischen" Badeanzug getragen hat. Dagegen setzt sich die Sportlerin mit einem YouTube-Video zur Wehr. Darin ist sie in einem Badeanzug zu sehen, der ihren Körper komplett bedeckt und nur das Gesicht ausspart. In dem Film erklärt Asghari, beim Rekord habe sie genau denselben Anzug getragen und 18 Kilometer in acht Stunden geschafft.

Das iranische Sportministerium weist die Vorwürfe zurück. Problem sei nicht etwa, dass Asgharis Badeanzug nicht den religiösen Regeln entsprochen habe, sondern dass Frauen generell nicht im Meer schwimmen dürften. Außerdem sei nicht klar, ob Asghari wirklich die komplette Distanz geschwommen sei. Mit ihrem Video hat die Schwimmerin inzwischen tausende Unterstützer gefunden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)