5. Juli 2013

Stammzellenforschung: Neue Vorwürfe gegen deutschen Wissenschaftler

"Ein Minenfeld von Widersprüchen."

So lauten neue Vorwürfe gegen den deutschen Stammzellforscher Bodo-Eckehard Strauer, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Britische Wissenschaftler monieren, wegen der mehr als 200 Widersprüche in Strauers Publikationen seien die Resultate nahezu nicht interpretierbar. So soll sich unter anderem die Zahl der behandelten Patienten auf nicht nachvollziehbare Weise verändert haben.

Strauer weist die Vorwürfe laut "SZ" über seinen Anwalt zurück. Hinter den Anschuldigungen stünden persönliche Motive. Einer der Kritiker verfolge den Forscher seit langem zwanghaft mit vermeintlichen Enthüllungen.

Strauer hat vor zwölf Jahren als erster einem Patienten körpereigenes Knochenmark gespritzt, um einen Herzinfarkt zu heilen.

Gegen den Stammzellforscher wurden schon Ende 2012 Vorwürfe laut. Auch damals soll es Ungereimtheiten in den Publikationen gegeben haben. Das Uni-Klinikum Düsseldorf hat die Prüfung dazu nach eigenen Angaben noch nicht abgeschlossen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)