5. Juli 2013

James-Bond-Forscher: Frauenbild im Film sagt viel über unsere Gesellschaft aus

James Bond hat die Lizenz zum Töten!

Wen und wie er tötet, ist aber nicht ihm allein überlassen, sondern richtet sich nach dem vorherrschenden Zeitgeist. Das meint der James-Bond-Forscher und Psychologe Werner Greve von der Universität Hildesheim. In der Deutschlandfunk-Studiozeit nennt er ein Beispiel: Wegen der vielen Kollateralschäden in aktuellen Konflikten erscheinen uns heute Morde, in denen auch Unbeteiligte zu Opfern werden als zynisch. Die Agenten-Filme haben sich daran angepasst. Bond könnte heute also nicht mehr wie früher ein ganzes Flugzeug sprengen.

Ähnlich sieht es für Greve mit dem Frauenbild bei James Bond aus. In den 70er Jahren wurden sie als kompetent dargestellt, mit Berufsausbildung. Heute sind die Bond-Girls wieder wie ganz am Anfang hilflose Schönheiten. Laut Greve sollte uns das zu denken geben: Wir sind eben doch nicht so fortschrittlich, wie wir glauben.

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/07/04/dlf_20130704_2010_99dbd5bc.mp3

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)