5. Juli 2013

Wissenschaftler: Mehr sprachlicher Austausch in deutsch-polnischer Grenzregion

An der polnisch-deutschen Grenze wird mehr deutsch und englisch als polnisch gesprochen.

Das kritisiert der japanische Wissenschaftler Goro Christoph Kimura. Er beschäftigte sich an der Europa-Universität in Frankfurt an der Oder mit dem deutsch-polnischen Sprachgebrauch in der Grenzregion.

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sagte er, es gebe vielmehr Kontakt über die Grenze hinweg, als er gedacht habe. Dabei werde jedoch vor allem Deutsch oder Englisch gesprochen. Die polnische Sprache käme zu kurz. Das sei bedauerlich, da die Wirtschaft schon lange mehr Polnisch-Unterricht auf deutscher Seite fordere.

Der Forscher betonte, um der Fremdsprache näherzukommen, seien nicht unbedingt Schulstunden notwendig. Oft reiche der alltägliche Umgang mit Muttersprachlern oder eine Projektarbeit in Schulen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)