5. Juli 2013
Das ist eine Neuheit in der katholischen Kirchengeschichte.
Zum ersten Mal haben heute zwei Päpste eine gemeinsame Enzyklika veröffentlicht. "Lumen Fidei", das Licht des Glaubens heißt das Werk, das Benedikt XVI. noch begonnen hatte. Sein Nachfolger Franziskus hat es jetzt zu Ende gebracht. In der Einleitung zu den knapp 90 Seiten heißt es, das Licht des Glauben könne das gesamte Sein des Menschen erleuchten.
Enzykliken sind die wichtigsten päpstlichen Schreiben. Darin werden Glaubensfragen ebenso behandelt wie grundlegende moralische und gesellschaftspolitische Themen. Enzykliken gelten nicht als unfehlbar, aber als verbindliche Lehrmeinung von höchster Stelle der Kirche.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts haben katholischen Päpste mehr als 100 Enzykliken veröffentlicht, zu den bedeutendsten gehören "Mit brennender Sorge", in der Papst Pius XI. im Jahr 1937 die nationalsozialistische Weltanschauung verurteilt oder "Humanae vitae" von 1968, umgangssprachlich: die "Pillenenzyklika", in der Papst Paul VI. sich restriktiv zu Familienplanung und Verhütung äußerte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)