8. Juli 2013

Kleine Meereswirbel beeinflussen Wind und Wetter

Dass der Golfstrom im Atlantik unser Wetter beeinflusst, ist bekannt.

Wissenschaftler der ETH Zürich haben aber jetzt festgestellt, dass auch schon verhältnismäßig kleine Wirbel im Meer mit einem Durchmesser von rund hundert Kilometern dafür sorgen, dass es wärmer oder kälter wird, windiger ist oder mehr regnet. Dazu werteten die Forscher Satellitendaten aus knapp zehn Jahren aus und entdeckten in diesem Zeitraum über 600.000 Wirbel. Dann verglichen sie diese Wirbel-Daten mit Wind-, Wolken und Niederschlagsdaten und stellten fest: Dreht sich ein Wirbel gegen den Uhrzeigersinn, wird der Wind an der Meeresoberfläche stärker, die Wolken dichter und die Regenwahrscheinlichkeit steigt. Wirbel, die sich mit dem Uhrzeigersinn drehen, haben den entgegengesetzten Effekt.

Die Wissenschaftler wollen jetzt weiter forschen und zwar in die umgekehrte Richtung. Es ist nämlich auch denkbar, dass nicht nur die Wirbel das Wetter beeinflussen, sondern auch das Wetter die Wirbel. Damit käme es zu einem Rückkopplungseffekt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)