8. Juli 2013
In der Antarktis sieht es schlecht aus für Kleinkrebse:
Weil das Meerwasser dort immer saurer werden kann, entwickelt es sich zu einem wahren Krill-Killer. Die kleinen Krebse sind die Nahrungsgrundlage für viele Wale, Pinguine und andere Tiere. Damit ihre Eier aber auch in ausreichender Zahl schlüpfen, brauchen sie Wasser mit einem guten pH-Wert.
Forscher aus Tasmanien untersuchten im Labor, was passiert, wenn mehr Kohlendioxid in der Luft über dem Meerwasser ist. Das kalte Wasser kann Kohlendioxid besonders gut aufnehmen, dadurch wird es aber sauer, der pH-Wert ist schlecht für die kleinen Krebse.
Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" schreiben, wird sich die Schlüpf-Rate in einigen Gebieten knapp halbieren. Das gelte für das Jahr 2100 entlang der West- und der Ostküste der Antaktis. In 300 Jahren könnte deshalb das gesamte Ökosystem in der Region zusammenbrechen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)