8. Juli 2013

Shanghai verbietet Trinkgeld-Apps für Taxen

In Shanghai in der Rushhour oder bei Regen ein Taxi zu bekommen, ist so gut wie unmöglich.

Weil dann auch die Funkzentralen regelmäßig überlastet sind, bestellen sich immer mehr Kunden einen Wagen über Smartphone-Apps. Die Shanghaier Verkehrsbehörden haben jetzt bestimmte Apps verboten, die für die Taxifahrer bei der Buchung ein Trinkgeld vorsehen. Solche Extragelder für die Fahrer grenzten an Bestechung und würden den normalen Mechanismus von Angebot und Nachfrage untergraben. Nicht mehr erlaubt sind jetzt auch Apps, über die der Passagier mit dem Fahrer einen Festpreis aushandeln kann. Die Preise lägen dann häufig weit über den normalen Tarifen.

In Shanghai fahren rund 50.000 Taxis, in Peking sind es sogar fast 70.000. Dort wurden im letzten Monat die Kilometerpreise angehoben, um das Einkommen der Taxifahrer zu erhöhen und so der Taxiknappheit entgegenzuwirken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)