8. Juli 2013
Unter dem Decknamen "T4" ermordeten die Nationalsozialisten systematisch Kranke und Behinderte aus Heil- und Pflegeanstalten.
Entweder wurden sie vergast, vergiftet oder man ließ sie verhungern. Die Zentrale der Organisation war ab April 1940 in der Tiergartenstraße 4 in Berlin. In Zukunft soll dort eine drei Meter hohe hellblaue Glaswand auf dunklem Grund an die Opfer des Euthanasie-Programms erinnern. Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Integrationssenatorin Berlins, Dilek Kolat, legen dafür heute Nachmittag den Grundstein. Zwischen 1939 und 1945 wurden im gesamten deutschen Herrschaftsgebiet schätzungsweise 250.000 bis 300.000 psychisch, geistig und körperlich Kranke Opfer der Euthanasie. Allerdings gibt es vor allem für Osteuropa keine verlässlichen Zahlen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)