8. Juli 2013
Dürften Sarah Wagenknecht und Gregor Gysi nicht an bayerischen Schulen sprechen?
Diese Frage wirft ein Artikel der "Tageszeitung" auf. Ein TAZ-Autor war eingeladen worden, Anfang Juli an einem Gymnasium im bayerischen Lindau einen Vortrag zu halten - über die Revolten im Nahen Osten. Doch mit dem Honorarvertrag kam auch ein umfangreicher Fragebogen. Der Journalist sollte sich zur freiheiltich demokratischen Grundordnung bekennen und versichern, dass er nicht Mitglied in einer extremistischen Organisation war oder ist. Welche Organisationen dazugehören, stand im Anhang: Neben "NPD" und "Scientology" auch die Partei "Die Linke".
Gesinnungs-TÜV bei Schulvorträgen - ist das in Bayern üblich? Das bayerische Kultusministerium sagt "Nein". So einen Fragebogen mitzuschicken, entscheide die Schulleitung. Das Gymnasium widerspricht und verweist auf Anweisungen des Ministeriums über dem Umgang mit Honorarkräften. Die finden sich auf der Internetseite des Ministeriums - den Fragebogen kann man dort direkt herunterladen.
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http://www.km.bayern.de/lehrer/schulleitungen/unterrichtsversorgung/begleitende-massnahmen.html
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)