8. Juli 2013

Grobritannien: Baby nach umfassender Erbgut-Analyse geboren

Eine neue Form der Präimplantationsdiagnostik verspricht britischen Medizinern zufolge deutlich bessere Erfolgschancen als bisherige Verfahren.

Bevor der künstlich befruchtete Embryo der Frau implantiert wurde, wurde sein Erbgut auf Gen-Defekte untersucht. Die Analyse war umfassender als bei bisher angewandten Methoden. Anstelle von nur fünf oder sechs Chromosomen wurde das gesamte Erbgut des Embryos einbezogen. Die Forscher der Uni Oxford berichteten auf einer wissenschaftlichen Tagung von ersten Erfolgen. So sei das erste Kind bereits im Juni geboren worden.

Deutsche Experten sind skeptisch, weil die Methode bisher erst bei zwei Paaren getestet wurde. Hierzulande sind Embryonen-Analysen bei künstlichen Befruchtungen nur in Ausnahmefällen erlaubt - nämlich dann, wenn die Erbanlagen der Eltern eine Tot- oder Fehlgeburt oder eine schwere Krankheit des Kindes wahrscheinlich machen. 2014 tritt ein Gesetz dazu in Kraft, über das lange diskutiert worden war.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)