8. Juli 2013

Seit der Finanzkrise immer mehr Protektionismus

Seit der Finanzkrise wirtschaftet man lieber für sich.Viele Länder schotten sich gegen die Konkurrenz aus dem Ausland ab. Allein im vergangenen Jahr gab es mehr als 430 Maßnahmen, die den freien Welthandel behinderten. Zu diesem Ergebnis kommen britische und schweizerische Forscher in einem Bericht des Global Trade Alert. Martin Wermelinger, Mitglied der Forschungsinitiative, sagte der "Deutschen Welle", besonders häufig seien es die großen Handelsnationen, die protektionistische Maßnahmen einleiteten. Das sei erstaunlich, da genau sie auch von den Maßnahmen negativ betroffen seien - etwa China und die USA. Laut dem Bericht verzichten die Staaten mittlerweile auf klassische Beschränkungen wie Zölle. Stattdessen würden beispielsweise Exporte subventioniert und weniger Migranten ins Land gelassen. So könne der Protektionismus von Handelspartnern, Medien und Analysten nicht so schnell durchschaut werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)