8. Juli 2013

Regenwurm-Kot hilft bei der Klimaforschung

Regenwürmer sind bei Gärtnern beliebt - und jetzt auch bei Klimaforschern.Denn anhand der kalkhaltigen Ausscheidungen der Würmer können sie erkennen, welche Temperaturen vor tausenden von Jahren einmal herrschten. Ein Team von britischen Wissenschaftlern berichtet in einem Fachjournal, dass sich die Zusammensetzung der Exkremente unterscheidet, je nachdem, bei welcher Temperatur sie entstehen. Das macht den Wurm-Kot auch für Archäologen interessant.Aufgezeichnete Klimadaten gibt es den Forschern zufolge erst seit etwa 150 Jahren. Für die Zeit davor müssen zum Beispiel Baumringe ausgelesen werden. Im Winter wachsen die aber nicht, während Regenwürmer das ganze Jahr über Kot produzieren. Deshalb könnte die neue Methode eine Lücke schließen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)