8. Juli 2013

Iran ordnet jedem Bürger E-Mail-Adresse zu

"Die iranischen Daten müssen besser gegen ausländische Spione und Cyberangriffe geschützt werden." So lautet die Prämisse der Behörden im Iran. In diesem Sinne hat das Informationsministerium jetzt einen nationalen E-Mail-Dienst eröffnet. Nach Angaben des Ministers bekommt jeder Iraner seine eigene Adresse zugeteilt. Landesexperten hätten den Dienst entwickelt, die Post soll ihn unterhalten. Die iranischen Behörden haben in der Vergangenheit immer wieder den Zugang zu ausländischen Dienstleistern wie Gmail und Yahoo blockiert. Auch Verschlüsselungs-Netzwerke wurden gesperrt. Mit ihnen kann man sonst anonym im Netz surfen. Der Iran arbeitet seit Jahren an einem komplett eigenen Netz, das vom World Wide Web abgekoppelt ist. Offizielles Ziel ist es, die Datenströme besser zu kontrollieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)