9. Juli 2013

Rückspiegel: Vor 59 Jahren wurden in der BRD erstmals Medien als jugendgefährdend indiziert

In unserem "Rückspiegel" blicken wir heute 59 Jahre zurück. Am 09. Juli 1954 sollte die Jugend geschützt werden: Zum ersten Mal wurden Werke von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften auf den Index gesetzt.Es war die erste Sitzung der neu eingerichteten Behörde in Bonn. Es ging um einige italienische Comics - unter anderem Der kleine Sheriff". Das Problem bei dem Heft war, dass darin ein versuchter Mord durch Erwürgen dargestellt wurde. So etwas konnte aus Sicht der Prüfer auf Jugendliche "aufpeitschend und verrohend" wirken. Deshalb wurde der Comic auf den Index gesetzt. Dass es eine Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften geben sollte, hatte der Bundestag 1953 per Gesetz beschlossen. Es wurde seitdem mehrfach geändert. Die Behörde heißt seit 2002 Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. In diesem Jahr wurden die 1954 verbotenen Comichefte vom Index genommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)