9. Juli 2013

IT-Spezialist: Netzwerke alt und verkrustet, Wandel muss her

Wir müssten das Internet nicht überwachen, wenn die Computersysteme sicherer wären.Dieser Ansicht ist der Informatiker Sandro Gaycken. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, die globalen Netzwerke seien schlecht und veraltet. Deshalb gebe es große Sicherheitslücken und die Regierungen würden im Kampf gegen Cyberangriffe auf Geheimdienste setzen. Die weltweite Datenspionage des amerikanischen Geheimdienstes "NSA" sei für ihn daher nicht weiter verwunderlich. Gaycken war früher selbst Hacker, lehrt heute an der Freien Universität in Berlin und berät die Bundesregierung in Sachen IT-Sicherheit. Er sagt, das Problem sei, dass die Industrie nicht wolle, dass die Systeme sicherer werden. Der Wandel sei zu aufwendig und teuer. Daher müsste eigentlich die Politik eingreifen, doch denen fehle das Verständnis. Sie folgten lieber den Geheimdiensten und der totalen Überwachung. Ein Ausweg seien für Gaycken innovative, sichere Technologien, mit denen jeder arbeiten könne. Diese könnten an Universitäten entwickelt werden. Dafür fehle aber das Geld, weil sich weder Markt noch Politik dafür interessierten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)