9. Juli 2013
Wenn man durch London läuft, sieht man weiße und schwarze Menschen, Inder und Asiaten. Wenn man in britischen Zeitungen blättert, sind fast alle Gesichter weiß. Die Londoner Journalistin Samantha Asumadu will das ändern - und hat deshalb die Kampagne "Media Diversity UK" ins Leben gerufen. Das war erst ein Blog und ist jetzt eine Rubrik auf der Internetseite des "Guardian". Dort schreibt Asumadu, deren Familie aus Ghana stammt: Einer von sechs Bewohnern Großbritanniens komme aus einer ethnischen Minderheit. In den Medien arbeiteten aber zu über 90 Prozent weiße Journalisten. Sie will nun einen Pool nichtweißer Journalisten zusammenstellen, der in die Medien drängen soll. Asumadu kritisiert außerdem, dass in der Berichterstattung Angehörige ethnischer Minderheiten vor allem im Kontext von Kriminalität und allenfalls noch Sport oder Unterhaltung vorkämen. Das manifestiere negative Stereotype.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)