9. Juli 2013
Um Menschen vor Klimakatastrophen wie Erdbeben oder Hurrikans zu schützen, reicht es nicht, stabilere Häuser zu bauen, Frühwarnsysteme zu verbessern oder größere Wasserreserven anzulegen.Wichtig ist auch, in Bildung - und zwar speziell in Frauenbildung - zu investieren, sagt ein Forscherteam aus Wien. Das Fazit der Studie : Je mehr Frauen zwischen 20 und 39 Jahren gut ausgebildet sind, desto weniger Opfer gab es in dem Land bei Naturkatastrophen. Denn gut gebildete Menschen seien allgemein besser über Vorhersagen informiert, vermieden Risiken und seien gesünder. Der Bildungsgrad von Frauen potentiere das Ganze, weil sie meistens für Kindererziehung, Entscheidungen im Haushalt und Gesundheit der Familie zuständig seien.Für Afrika südlich der Sahara erstellten die Forscher auf dieser Grundlage eine Vorhersage für den Zeitraum 2045 bis 2050: Wenn dort die Bildungssituation verbesserte würde, gäbe es 60 Prozent weniger Opfer als bei ähnlichem Bildungsniveau wie heute.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)