9. Juli 2013
Forschung zum Holocaust kommt bisher meistens aus Israel oder den USA. Damit sich das ändert, soll es bald ein Internationales Zentrum für Holocaust-Studien in Deutschland geben. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte übernimmt in den kommenden zwei Jahren die Planung dafür. Leiter wird der NS-Experte Frank Bajohr von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Er sagte, man wolle Wissenschaftler aus aller Welt anwerben. Das Institut für Zeitgeschichte habe dafür schon ein gutes Netzwerk und arbeite zum Beispiel mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem und dem Holocaust Memorial Museum in Washington zusammen. Dazu sollen Kooperationen nach Osteuropa kommen. Das Bundesforschungsministerium fördert den Aufbau des neuen Zentrums mit gut 700.000 Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)