9. Juli 2013

Forscher entdecken Larven des Hundehautwurms auch in Deutschland

Hundehautwürmer legen ihre Larven in Hunden und wildlebenden Tieren in Südeuropa, Afrika und Asien ab.Über Stechmücken breitet sich der Erreger dann aus. Er kann bei Menschen in seltenen Fällen Hirnhautentzündungen auslösen. Jetzt haben Hamburger Wissenschaftler die Wurmlarven zum ersten Mal bei Mücken in Deutschland nachgewiesen. Die Forscher des Berhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin hatten rund 75.000 Stechmücken an 55 Orten in neun Bundesländern gesammelt. In drei Mückenarten entdeckten sie Larven des Parasiten. Als mögliche Ursachen nannten sie Klimaveränderungen und die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa. Um zu verhindern, dass sich der Erreger ausbreite, müssten Tierärzte jetzt möglichst viele infizierte Hunde erkennen und behandeln. Ansonsten könnten die Tiere den Parasiten bis zu sieben Jahre in sich tragen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)