10. Juli 2013
Nicht nur Kühe, auch Eisberge können kalben.Diesen Ausdruck benutzen Forscher, wenn sich ein kleinerer Eisberg von einem größeren abspaltet. Das Phänomen ist bislang noch weitgehend unerforscht. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Insituts in Bremerhaven hatten aber jetzt eine gute Möglichkeit dazu: Ein riesiger Eisberg hat sich vom Pine-Island-Gletscher gelöst, dem längsten und am schnellsten fließenden Gletscher der Antarktis. Der Eisberg ist mit 720 Quadratkilometern so groß wie Hamburg und treibt zur Zeit in der Amundsen-See. Den ersten Riss im Gletscher hatten Forscher schon im Oktober 2011 entdeckt und seitdem ständig beobachtet. Sie wollen die Daten jetzt auswerten, um so herauszufinden, wie Gletscher fließen und wie sie sich bei einer weiteren Erderwärmung verhalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)