10. Juli 2013

Forscher analysieren Wellen mithilfe von Google Earth

Dieses Kapitel in Physik-Lehrbüchern muss möglicherweise neu geschrieben werden und Schuld ist Google Earth.Es geht um Wellen, die ein Schiff erzeugt. Der britische Physiker Lord Kelvin hat Ende des 19. Jahrhunderts eine Theorie entwickelt, wie sich die Wellen am Bug eines Schiffes ausbreiten. Seine Regel: Egal, wie schnell ein Schiff fährt: Eine Bugwelle ist immer wie ein Keil mit einem Winkel von 39 Grad.Zwei französische Wissenschaftler haben das nachgeprüft und zwar mit Bildern von Schiffen bei Google Earth. Dort sind die Bugwellen der Schiffe auf den Satellitenfotos gut zu sehen, die Größe der Schiffe lässt sich messen und ihre Geschwindigkeit aus den Wellen errechnen. Das Ergebnis: Der Keil der Bugwellen ist immer anders und nicht immer mit 39 Grad geöffnet. Die neue Theorie heißt: Je schneller ein Schiff fährt, desto spitzer laufen die Bugwellen zu. Hier geht es zum Text in den "Physical Review Letters".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)