10. Juli 2013
In unserer Rubrik "Glasklar" erklären wir heute die Bezeichnung "Kastraten".So nennt man Sänger, die bereits im Kindesalter kastriert wurden, um ihren Stimmbruch zu verhindern. Das wurde besonders in Italien und Spanien zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert praktiziert. Dort waren bei der Kirchenmusik keine Frauen zugelassen, so dass die höheren Stimmen fehlten. Da die Kastration offiziell verboten war, wurde sie meist von nicht ausgebildeten Barbieren durchgeführt. Die Hälfte aller Fälle endete mit dem Tod des Jungen.Durch ein intensives Training kann ein sogenannter Countertenor heutzutage ähnlich hohe Töne wie die Kastraten von damals erreichen - ganz ohne Kastration.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)