10. Juli 2013
Erneuerbare Energiequellen bringen wenig, wenn sie zu wenig Strom liefern.Bei Gezeitenkraftwerken gingen die Schätzungen über die Leistung bisher weit auseinander - das sind Anlagen, die die Kraft von Ebbe und Flut zur Stromgewinnung nutzen sollen. Ein internationales Forscherteam hat nun ein komplexeres Modell verwendet, um genauere Angaben für ein Gezeitenkraftwerk vor Schottland zu bekommen, das an einer Stelle mit besonders starken Strömungen steht. Bisherige Modelle gingen von einem einfachen Kanal aus und berücksichtigten nicht, wie die Strukturen des Meeresbodens an der Stelle aussehen. Das Ergebnis der neuen Schätzung: Maximal sind 1,9 Gigawatt Leistung drin. Das ist weniger als bisher gedacht, aber es würde für knapp die Hälfte des schottischen Strombedarfs ausreichen.Insgesamt gibt es weltweit nur etwa 100 Küstenregionen, in denen sich der Einsatz von Gezeitenkraftwerken lohnen würde. Die Studie ist in den "Proceedings of the Royal Society A" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)