10. Juli 2013

Forscher untersuchen Hunde, um Zell-Phänomen beim Menschen zu erklären

Manche Menschen haben fremde Zellen in sich.Mütter übertragen während der Schwangerschaft manchmal Zellen auf das Kind und umgekehrt und auch bei einer Organtransplantation können fremde Zellen in den Körper eindringen. Mikrochimärismus heißt der Fachausdruck dafür. Unklar ist, ob dadurch Krankheiten übertragen werden können. Und Langzeitstudien gibt es auch nicht.Forscher der Universität Missouri in den USA haben jetzt eine Methode gefunden, wie das Phänomen besser untersucht werden kann. Ihr Ansatz: Der Zellentausch kommt auch bei Hunden vor und Hunde leben kürzer als Menschen. Die Forscher wollen jetzt beobachten, wie sich der Mikrochimärismus bei Hunden im Laufe ihres Lebens auswirkt. Diese Erkenntnisse wollen sie dann auf den Menschen übertragen. Der Vorteil: Sie müssen nicht 80 oder 90 Jahre dafür arbeiten, sondern nur ein Hundeleben lang - also etwa zehn Jahre.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)