11. Juli 2013
Was ist besser: Durst leiden oder radioaktiv belastetes Wasser trinken?Diese Frage wird in Jordanien aktuell. Das Land zählt zu den zehn trockensten Ländern der Welt. Deshalb hat die Regierung beschlossen, einen uralten Wasservorrat abzupumpen: 300.000 Jahre altes Wasser aus dem Aquifer von Disi.Das Problem: Das Wasser hat in den Gesteinsschichten radioaktive Stoffe aufgenommen. Eine US-Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Belastung mit Radium um das 20-Fache über den Grenzwerten liegt.Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz hat ermittelt: Bei zwei Litern des jordanischen Wassers pro Tag, sterben von 1.000 Leuten vier zusätzlich an Krebs. Ohne die radioaktive Belastung würden aber auch 250 der 1.000 an Krebs sterben. Statistisch sei die Gefährlichkeit des Wassers also nicht nachzuweisen. Die Qualitätsziele für gutes Trinkwasser würden aber definitiv verfehlt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)