11. Juli 2013

"SZ": Marihuana-Anbau in Kalifornien gerät außer Kontrolle

In Kalifornien geraten alte Hippie-Ideale ins Wanken.Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, der Anbau von Marihuana gefährde dort zunehmend die Umwelt. Im Nordwesten des Bundesstaates gebe es mehr als 4.000 Plantagen mit vier Millionen Marihuanapflanzen. Hintergrund sei ein Gesetz von 1996, nach dem der Anbau zu medizinischen Zwecken legal ist.Die Situation habe gravierende ökologische Folgen: Die Betreiber der Plantagen versprühen demnach große Mengen Rattengift, denn Mäuse und Ratten sind wild auf Cannabis. Das Gift aber gefährde auch Fischmarder oder Eulen. Zudem werden laut dem Bericht zahlreiche Flüsse zur Bewässerung der Felder umgeleitet, was mit zum Fischsterben in der Region beitrage.Nach einem Alarmruf der Behörden haben laut "SZ" einige Züchter angekündigt, kein Rattengift mehr zu versprühen und keine Flüsse mehr anzuzapfen. Wie viele sich daran halten, sei ungewiss. Denn Teile des Anbaus kontrolliere offenbar inzwischen ein mexikanisches Drogenkartell.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)