11. Juli 2013
War es doch eine Art Hobbit?Vor zehn Jahren fanden Forscher auf der indonesischen Insel Flores das Skelett eines Urmenschen, der vor etwa 18.000 Jahren lebte. Weil der Mann nur einen Meter groß war, bürgerte sich für ihn der Spitzname "Hobbit" ein. Die Wissenschaftler waren sich aber nie sicher, ob es sich dabei um eine eigene Art handelt - oder ob der Mensch wegen einer Krankheit so klein war. Ein internationales Forscherteam hat jetzt den Schädel genauer untersucht und mit den Knochen verschiedener Menschen-Arten verglichen. Sie schließen im Fachjournal "PLOS ONE" aus, dass der Flores-Mensch wegen einer Krankheit kleinwüchsig war. Eher vermuten sie, dass er zu einer eigenen Art gehört, die nur entfernt mit dem Homo sapiens verwandt ist. Wahrscheinlich entwickelte sie sich aus dem Homo erectus, dessen erste Vertreter schon vor knapp zwei Millionen Jahren lebten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)