12. Juli 2013
In unserem "Rückspiegel" geht es heute um Verhütung. Denn heute vor 84 Jahren, am 12. Juli 1929, stellte der Österreicher Hermann Knaus seine Erkenntnisse über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage der Frau vor.Er hatte festgestellt, dass der Eisprung immer zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt. Darüber berichtete er bei einem Gynäkologenkongress in Leipzig. Etwa zum gleichen Zeitpunkt kam der japanische Gynäkologe Kjasaku Ogino zu ähnlichen Ergebnissen. Nach den beiden ist die Methode "Knaus-Ogino" zur natürlichen Familienplanung benannt. Dabei wird der Menstruationskyklus protokolliert, um so den voraussichtlichen Zeitpunkt des Eisprungs zu berechnen.Die Kalendermethode gilt als sehr unsicher und wird heute nicht mehr zur Verhütung empfohlen. Damals galt die "Knaus-Ogino"-Methode aber als Revolution. Sie ist die einzige Verhütungsart, die jemals von der katholischen Kirche als zulässig anerkannt wurde. Im Volksmund wurde sie deshalb auch als "katholisches Roulette" bezeichnet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)